Darum torffrei

Warum sollte ich ohne Torf Gärtnern?

Ganz einfach: Der Umwelt zuliebe

Die Gewinnung von Torf als Rohstoff für Substrate kann zur Zerstörung der Moore beitragen. Damit verlieren viele seltene Pflanzen und Kleintiere ihren Lebensraum.
Das klimaschädliche Treibhausgas Kohlendioxid wird zudem durch den Torfabbau freigesetzt. Damit ist jeder Sack torfhaltige Blumenerde, den wir nicht verwenden, ein wirksamer Beitrag zum Natur- und Klimaschutz.

 

Viele Tierarten, darunter der Moorfrosch, das Birkhuhn, der Brachvogel sowie Pflanzenarten wie Wollgras, Sonnentau und Schilfrohr haben ihren natürlichen Lebensraum in Mooren und den sie drohen zu verlieren.

1 Sack torffreie Blumenerde

Ist aktiver Natur- und Klimaschutz

rettet die Artenvielfalt in Mooren

Verursacht bis zu 78% weniger CO2

Die CO2e-Ersparnis einer torffreien zu einer torfhaltigen Blumenerde entspricht einer Fahrt von ca. 8 km mit einem Mittelklassewagen (ermittelt jeweils pro 20l-Sack – torfhaltig: ca. 3,8 kg CO2e; torffrei: ca. 1,9 kg CO2e).

Torffreie Blumenerde – worin liegt der Unterschied?

Gärtnern ohne Torf ist keine neue Erfindung, sondern altbewährt in der gärtnerischen Praxis. Torffreie Blumenerden und Substrate haben eine gröbere Struktur, bedingt durch die Rohstoffe. Zudem sind sie etwas schwerer als Torfmischungen. Dies ist aber kein Nachteil, denn die Pflanzgefäße erhalten dadurch eine höhere Standfestigkeit bei Wind und Wetter. Durch die verwendete Holzfaser ist es eventuell erforderlich, die Blumen und Pflanzen etwas häufiger zu gießen.

Was ersetzt den Torf?

Eine Mischung aus lokalen, nachwachsenden Rohstoffen. Dazu gehört

  • Rindenhumus aus Nadelholzrinde heimischer Wälder für mehr Strukturstabilität und einen stabilen pH-Wert
  • Holzfaser aus naturbelassenen Hölzern der Region Mittelrhein
    für eine gute Wiederbenetzbarkeit und Erhöhung der Wasserdurchlässigkeit
  • Grüngutkompost aus regionalem Grünabfall hergestellt. Sorgt für Haupt- und Spurennährstoffe in den torffreien Erden
  • Mineralische Zuschlagsstoffe wie Quarzsand für eine optimierte Drainagewirkung, Lava als Wachstumsmotor und eine dauerhafte Wasserdurchlässigkeit

Zusätzlich werden für die Substratmischung sog. Kokosfasern und mineralische Zuschlagsstoffe wie Bims, Lava, Sand und Blähton eingesetzt.

Alle Rohstoffe sind durch externe Institute zertifiziert und güteüberwacht. Dazu gehört die Öko-Kontrollstelle ABCert, die Gütegemeinschaft Kompost e.V und die Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen eV.

Torffreie Blumenerde - Hinweise

Torffreie Blumenerde oder torffreie Pflanzsubstrate bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen der Heimat. Sie schrumpfen bei Trockenheit nicht und sind Dank Holzfasern jederzeit gut mit Wasser zu benetzen. Zudem gelten torffreie Erden als nährstoffreicher und geben Feuchtigkeit und Gießwasser langsam an die Pflanzen und Blumen ab

Die Holzfasern, welche in torffreien Substraten häufig enthalten sind, trocknen schneller ab. Dadurch sollten die torffreien Substrate etwas häufiger gegossen werden. Es empfiehlt sich, die den Feuchtigkeitsgehalt zu prüfen, bevor nachgegossen wird. Ein "Übergießen" kann die Pflanzenwurzel schädigen.

Torffreie Erden sind für alle Balkon-, Zimmer- und Gartenpflanzen für Innen und Außen anwendbar. Speziell für Moorbeetpflanzen arbeiten wir gerade an einem Substrat ohne Torf.

Torffreie Erden können genauso lange gelagert werden wie Substrate, die Torf enthalten. Der Beutel sollte vor Witterung wie Regen, Sonne, Schnee geschützt werden. Die Nährstoffgehalte können sich leicht verändern.

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